China macht es ernst mit Planeten…

Chinas Raumfahrtkapazitäten sind in den letzten zehn Jahren exponentiell gewachsen, mit Mondlandungen und Probenrückgaben, einer eigenen Version des Global Positioning System (GPS), weltraumwissenschaftlichen Missionen, einer neuen im Bau befindlichen Raumstation und der ersten interplanetaren Expedition – Tianwen-1 – Zum Mars.

Allerdings steckt das Land in einigen Bereichen noch in den Kinderschuhen. Auf einer Pressekonferenz am 24. April anlässlich des Nationalen Weltraumtags in China kündigte Wu Yanhua, stellvertretender Direktor der China National Space Administration (CNSA) (auf Chinesisch), an, dass die Agentur den ersten Asteroidenablenkungstest im Jahr 2025 oder 2026 starten werde.

Die Anzeige kam nicht aus dem Nichts. Gleichzeitig ist dies die erste klare Aussage, dass China nicht nur die Fähigkeit entwickeln will, die Umlaufbahn eines Asteroiden zu verändern, sondern ein komplettes planetares Abwehrsystem.

Obwohl nicht viel über Chinas Pläne bekannt ist, gibt es Hinweise auf Fähigkeiten und Technologien, die China zu entwickeln erwägt.

Chinas planetare Verteidigung beginnt

Im Oktober letzten Jahres fand die erste China Planetary Defense Conference statt, die eine Reihe von Disziplinen, Konzepten, Fähigkeiten und Technologien umfasste – darunter Radarastronomie, Beobachtungen, Aufprallsimulationen, Katastrophenszenarien, flüchtige Stoffe, rechtliche und politische Fragen, Meteoritensammlung und Ablenkungstechniken – überprüft, berichtet und diskutiert.

Noch wichtiger ist, dass eine Passage im im Januar veröffentlichten fünfjährlichen Weltraum-Weißbuch der chinesischen Regierung besagt, dass China „Pläne zum Aufbau eines NEO-Verteidigungssystems prüfen und die NEO-Überwachungs-, Indexierungs-, Frühwarn- und Reaktionsfähigkeit verbessern wird“.

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