Ägypten sagt, 11 Soldaten seien bei einem militanten Angriff im Nord-Sinai getötet worden | Ägypten

Die ägyptische Armee sagte am Samstag, dass mindestens 11 Soldaten, darunter ein Offizier, bei einem Angriff von Militanten im unruhigen nördlichen Teil der Sinai-Halbinsel getötet wurden.

In einer Erklärung hieß es, die Bewaffneten hätten eine Wasserpumpstation östlich des Suezkanals angegriffen. Weitere Angaben zum Standort wurden nicht gemacht.

Die Erklärung besagte, dass die Sicherheitskräfte mit den angreifenden bewaffneten Männern zusammenstießen. Es fügte hinzu, dass mindestens fünf weitere Soldaten bei dem Angriff verwundet wurden. Sie fügte hinzu, dass sie die Militanten in einem abgelegenen Gebiet im Sinai jagten.

Zwei Bewohner des Nord-Sinai sagten, der Angriff habe in der Stadt Qantara im Gouvernement Ismailia stattgefunden, die sich östlich des Suezkanals erstreckt.

Die bewaffneten Männer überfielen die Streitkräfte, die die Pumpanlage bewachten, bevor sie in die Wüste im Nord-Sinai flohen, so Anwohner, die zu ihrer Sicherheit unter der Bedingung der Anonymität sprachen.

Keine Gruppe hat die Verantwortung für den Hinterhalt vom Samstag übernommen, einen der tödlichsten Angriffe auf ägyptische Sicherheitskräfte in den letzten Jahren.

Letzte Woche sprengten mutmaßliche Militante eine Erdgasleitung in der Stadt Bir al-Abed im Nord-Sinai und verursachten ein Feuer, aber keine Opfer.

Ägypten kämpft im Sinai gegen einen vom Islamischen Staat angeführten Aufstand, der sich verschärfte, nachdem die Armee 2013 einen gewählten, aber spalterischen islamistischen Präsidenten gestürzt hatte. Die Militanten haben Dutzende von Angriffen verübt, die hauptsächlich auf Sicherheitskräfte und Christen abzielten.

Das Tempo militanter Angriffe im Hauptoperationsgebiet Sinai und anderswo hat sich seit Februar 2018 erheblich verlangsamt, als das Militär eine Großoperation im Sinai, in Teilen des Nildeltas und in den Wüsten entlang der Westgrenze des Landes zu Libyen startete.

Der Kampf gegen Militante im Sinai wurde der Öffentlichkeit weitgehend verborgen, Journalisten, Nichtansässige und externe Beobachter durften das Gebiet nicht betreten. Auch von den Touristenorten an der Südspitze der Halbinsel blieb der Konflikt fern.

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